Hohlgrabenäcker Stuttgart-Zazenhausen

Grundlage des Entwurfs ist ein ökologischer Städtebau, der in möglichst vielen Punkten auch eine ökologische Architektur ermöglicht. So sind alle Häuser nach Süden ausgerichtet um eine optimale Ausnutzung der aktiven und passiven Solarenergienutzung zu erreichen. Um eine Verschattung der Gärten auf der Nordseite zu minimieren sind die Dächer hier nach Norden geneigt. Solarkollektoren und Konvektoren sollen bei dieser Ausrichtung eine optimale Anwendung finden. Neben einer kompakten Bauweise sind allen Häusern Wintergärten vorgelagert, die die Speicherung von Sonnenenergie im Haus optimieren. Die Dachneigungen sollen nicht mehr als 25 Grad betragen um großflächige Dachbegrünung zu ermöglichen. Anfallendes Regenwasser von den Dächern wird als Grauwasser in hauseigenen Zisternen gespeichert. Die geringe Versiegelung der Oberflächen durch die Minimierung der Straßen ist wesentlicher Bestandteil eines Regenwasserkonzeptes. Hintereinandergeschaltete Versickerungsbecken mit naturbelassener Vegetation (Wiese mit Obstbäumen) bilden zusammen mit den Rigolen ein abgestuftes „Filtersystem“ innerhalb des zentralen Grünkorridors. Überschüssige Wassermassen werden in ein Regenrückhaltebecken geleitet. Zusammen mit einem „Dorfanger“  und kleineren, dezentral angelegten Quartiersplätzen ist die Siedlung ein Ort, der zur Naherholung und Kommunikation einlädt.